Schreibgerecht behindert – oder was?!

...mit Anlauf in den Dreck! Schwein muss man sein. Nicht immer, aber immer öfter.

Es herrscht Stille auf justerfurt.de und das hat mehrere Gründe. Nur gut, dass Stille Wasser auch tief und dreckig sind. Und während ich mit dem Aussieben der schlammigen Erfurter Untiefen beschäftigt bin, geht ruhig ruhigen Gewissens Riesenrad fahren, lasst Euch Holzpferde vor die Tür stellen und wartet auf den Weihnachtsmann – Ich komm wieder dieser Tage, und das ist keine Frage.

Servus ‘de Krissi.

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Video-Weekend-Compilation: 3/11 mit Pharell Williams & Bremsweg vs. Hitler & Blutrausch im Daheym!

Dreimal staunen, zweimal grinsen – Bitte! Danke, Servus und ab in’s Wochenende!

Palladium Shoes mitsamt Werbestar Pharell Williams auf genial verfilmter Spurensuche nach 3/11 in Japan!

Es lebe der Bremsweg – oder eben auch nicht!

PS: Noch der ultimative Tipp für die Wochenendgestaltung in Erfurt! I’ll be there for TINO die WEIßE MAMBA!

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Der Herr über Buben-Grabscher und Chefideologe aller Homo-Hasser: Ratzefummel goes Erfurt!

Habemus Papam – Wir haben einen Papst! Ob in der Zeit vom 23. bis 24. September in Erfurt allerdings auch die weißen Friedens-Verkündungsrauchschwaden von den hiesigen Bratwurstständen ihren Weg gen seligen Himmel suchen werden, dass weiß Gott – äh Josef – ganz allein. Denn betrachtet man sich die Informationsmassen ganz genau, die dieser Tage  unter die wissbegierigen Bürger gestreut werden, so ist eins ganz klar: Wenn Josef kommt, geht auch in Erfurt nichts mehr. Auch kein Morgenspaziergang durch die Altstadt. So kann ein Vollrausch, in Daheym oder Hemingway noch selig angesoffen, schon am Samstagmorgen um 4:00 Uhr zur bösen Falle -ausgelegt von der anwesenden Staatsmacht- werden. Hat man nämlich weder Personalausweis noch Reisepass dabei (Kreditkarte, Führerschein und auch die Krankenkassenkarte gelten nicht!), weil man diese ungläubig wie man nun mal ist, zu Hause in Marktstraße oder Pergamentergasse und Johannessstraße … – ach machen wir es kurz: in ganz Erfurt-Altstadt hat liegen lassen, kann es einem durchaus passieren, dass man die gleiche luxuriös ausgestattete Schlafstätte zur Verfügung gestellt bekommt wie unser Papst Benedikt XVI. – eine Zelle mit Aussicht auf Glaubensvertiefung. Während der Oberhirte der Katholiken, Herr über Buben-Grabscher und Chefideologe aller Homo-Hasser, sein Seelenheil in der einstigen Brutstätte des Evangelismus – in Luthers Augustinerkloster – in einer Einzelzelle des dortigen Priesterseminars zelebrieren darf, kann der besoffene Morgenquerulant allerdings schon jetzt davon ausgehen, dass der Bulle, der das kürzeste Streichholz und somit die Nachtschicht auf Wache gezogen hat, weit weniger “nächstenliebend” aufgelegt sein wird. Amen.

ILLUSTRATION - Die "Ratzefummel", Radiergummis mit dem Porträt von Papst Benedikt XVI. sind am Donnerstag (04.08.2011) in einem Andenkengeschäft in Erfurt zu sehen. Gut 50 Tage vor dem Deutschlandbesuch des Papstes Georg Ratzinger ist der "Ratzefummel" wieder einer der Renner in Touristen-Shops in Erfurt, Freiburg und Berlin. Außerdem findet man hier mittlerweile kleine Rosenkränze, skurrile Postkarten, Schlüsselanhänger, Kerzen in allen Größen und Abziehbilder mit dem Papst-Portrait. Foto: Martin Schutt dpa/lth (zu dpa-Korr am 08.08.2011) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der Papst kommt also nach Erfurt und rückt damit unser Provinzkäffchen in den Blick einer Weltöffentlichkeit, welchen unsere Stadt bis dato noch nicht erlebt hat. Da verblassen selbst so charmante Domplatz-Augenblicke, als Kanzler Kohl den Erfurtern blühende Landschaften jenseits der Ega versprach oder unser aller Yvonne Catterfeld, hier nackte Erfurter in Badewannen zählte – weil “Wetten dass?!” und Thomas Gottschalk es so wollten. Der Unterschied ist, und diesen besetze ich jetzt einmal absichtlich positiv, dem konnte man sich damals – egal ob bundesdeutsche oder TV-Geschichte – entziehen, sofern man wollte. Egal ob Kanzler oder Samstagabendshow, in der Freiwilligkeit der Anteilnahme am Geschehen lag die Freiheit des Ganzen. Ganz anders als heute. Die einzige Freiheit, so scheint es mir jedenfalls, ist die, Erfurt an den biblischen Tagen gen Hölle zu verlassen. Im Automatismus der Katholiken, die davon ausgehen, dass unser aller Heilsbringer Josef Ratzefummel in Zentrum von Gut und Himmel weilt, kann selbst der Ausflug nach Sömmerda an diesen Tagen zum Höllenritt werden. Obwohl, die Wahrheit ist hier, die Hölle ist niemals weit. Aber das kann dem Erfurter diesen September sehr egal sein, denn er verweilt ganz und gar unfreiwillig im Zentrum der Macht und kann dieser nur bewaffnet mit Ausweis und Sondergenehmigung unter die Augen treten.

Sicherheitsbereich Stadt Erfurt

Es ist die unverhohlene, unreflektierte Jubelarie die im Antlitz des Papstes forciert wird, und mir somit die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Nicht nur in Erfurt, aber eben auch hier. Unsere Stadt verkommt zum heiligen Sperrgebiet und der Bürger zum Träger von Blume und Winkelement. Und wenn der Bürger nicht will, dann kontert der Katholik zum Beispiel über die geplanten Proteste zur Rede des Papstes im Bundestag: “… das ist so kleinkariert, und das ist so engstirnig, dass man nur darüber lachen oder weinen kann” (der Kölner Erzbischof Joachim Meisner im Stern). Da die für ihren ausgeprägten Sinn für Toleranz und Liberalismus berühmte Katholiken-Sippe unter anderem in dieser Äußerung und für meine Begriffe, ihre eigene Religion ad absurdum führen, will ich die Debatte über Sinn und Unsinn der heiligen Institution hier nicht weiter ausführen. Genauso wenig will ich (nicht) über die Millionen von Euro debattieren, die der achso ökumenische Staatsbesuch kostet. Sicherlich, die hiesigen Schäfchen haben das Kleingeld ihrer Klingelbeutel für den Besuch des Hirten größten Teils selber zusammengekratzt, aber ohne Staatsmittel käme der Papst trotzdem nicht zur Bratwurst. Wie man die geschätzten 25 bis 30 Millionen Euro, das kann so eine Papsttour trotz Übernachtung in der Kloster-Nasszelle schon mal kosten, angesichts gravierender Hungerkatastrophen auf dieser Welt hätte besser verwenden können, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr erläutern. Das wäre dann doch sehr engstirnig und kleinkariert von mir. Amen.

WICHTIGE Informationen zum Thema:

Die Papst-Millionen – Was kostet die Heiligkeit?  (TagesSpiegel)

Boykott im Bundestag – Zwischen Respekt und Abscheu (SPIEGEL)

Alle wichtigen Informationen zu den Abläufen in Erfurt - Fragen und Antworten (ERFURT.DE)

Heidenspaß statt Höllenangst – Organisierter Widerstand in Erfurt (Papstabschaffen.blogsport.de – BLOG)

 

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Ein Blick auf das Erfurter Single-Nachtleben.

Bricht man das Menschsein auf das Kleinste herunter, so bleibt am Ende eins definitiv und in Großbuchstaben stehen: SEX. Es ist das, was uns alle verbindet – das evolutionäre Streben nach der Vervielfältigung unserer DNS – und wenn es sein muss, paart man sich auch mal allein – oder mit einer Küchenrolle. Denn zumindest ein Höhepunkt, das muss er – der Sex – wenigstens sein.

Die Vervollkommnung aller Paarungszeremonien und die Party-Rituale für erfahrende Ü-30er in unserer Stadt haben auch in dieser Hinsicht eines gemein: Die Sehnsucht nach dem Orgastischen. Blöd nur, wenn es sich mit den “altersgerechten” Entertainment-Geflogenheiten Erfurts genauso verhält, wie mit einem halbharten Schwanz – macht nicht schlapp – spritzt aber auch nicht ab.

Noch blöder läuft es dann nur noch für die, die über 30 Jahre jung, Single UND auf der Suche nach einer befriedigenden Wochenendunterhaltung mit positiv besetztem Erinnerungswert sind – der nachhaltige Orgasmus bleibt in den meisten Fällen leider aus. Was tun also, wenn man in dem Alter angekommen ist, wo man mindestens einmal schon alles erlebt, gesehen und befriedigender Weise überlebt hat?! Klare Sache: Heiraten oder unbefriedigt weitermachen. Es ist die ewig gleiche Geschichte von den Clubs und Partys einer Stadt, die – anders als ihre Gäste – einfach nicht altern wollen. Bleiben die ersten Mitdreißiger zu Hause, rücken die Letzten des aktuellen Abiturjahrgangs nach und besetzen die besten Plätze bei DJ oder, noch schlimmer, an der Bar. Und wo Mitvierziger Porsche-Ausleiher ihre Chancen wittern, erahnen Mitdreißiger Menstruierende ihre Schwachstelle: Altern ist nicht gleich Altern, und schon gar nicht bei Single-Männern und Single-Frauen. SIE, nicht mehr im risikofreien, gebärfähigem Alter, macht dem faltenfreiem Uterus zwar Platz, demonstriert aber durch ausschweifende Ordinarität und Kondition im CubaLibre-Saufen, dass sie mehr sein kann als die tolerante Busenfreundin. ER, Enddreißiger und dank der geduldigen Aufbauarbeit der Ex-Freundin zum beruflich- wie gesellschaftlichen Aufsteiger mutiert, ist immer noch zeugungsfähig und, jetzt endlich, auch dazu bereit.

FAZIT? Es schreit geradezu nach Dilemma und die Erfurter Unterhaltungsindustriellen tun ihr Übriges dazu. So wird wer mit offenem Bewusstsein und noch größerem Auffassungsvermögen, diese und kommende Woche auf den diversen Erfurter Afterworks* – quasi den verschlammten Wasserstellen in der Erfurter Party-Savanne – sein Unwesen treibt, sie sehen können: Die brunftreifen Männchen und Weibchen der Spezies “Singluis Erfurtis”, die nach professioneller Studie einer mir bekannten Frau Humanis G., in folgende Gattungen zu unterteilen sind:

1. Kürzlich aus langer Beziehung entlassen worden und mit starkem Drang nach Selbstverwirklichung auf die Gesellschaft losgelassen.

2. Stets auf der Suche nach dem Partner fürs Leben. Sex gleich. Kind jetzt! Einzug sofort!

3. Der klassische Worcaholic mit festem Sonntags-Termin bei Mutti. Meistens wichtig, nie Zeit – nur Vögeln geht irgendwie immer.

Einen wirklichen Rat kann ich den Singlerinnen und Singlern in Erfurt trotz all der satirischen Sichtweisen leider nicht mit auf den Weg in das spritzige City-Entertainment geben. Denn dieses ist und bleibt, bis es endlich mal jemand so richtig in die Hand nimmt – wie ein halbharter Schwanz. Nicht richtig am Leben – aber auch nicht tot zu kriegen.

*Diesen Mittwoch: Kressepark, Palais Wachsberg – Kommenden Mittwoch: Dolce Vita

Bildquelle- aboutpixel.de : SEX © jacques Kohler

 

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Krissi – live und in Farbe. Zu Gast bei Marc’s Nachtschwärmern!

Nach den hervorragenden TV-Ereignissen der vergangenen Woche in Erfurt und zuzüglich derer, die da noch auf uns zukommen – poste ich Euch heute mal eins in eigener Sache: Krissi bei den Nachtschwärmern, bzw. zu Gast bei Marc Neblungs Web-TV-Format. Beim erstmaligen Betrachten muss ich ehrlich gestehen, frag ich mich bis heute, wo ich die große Gusche hernehme und nebenbei bemerkt, auch noch so dermaßen cool rüberkomme – haben doch meine Beinchen arg gezittert.

Also, hier und jetzt – nicht Frauentausch mit rudimentären Amöbenalarm – sondern ganz einfach ich, mal live und in Farbe das Making Of zur Sendung. Ein toller Querschnitt durch den Abend, Krissi leicht zensiert aber mit Pose und überhaupt ungestellt. Das Original – die Sendung an sich, findet Ihr HIER!

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